Nachhaltigkeit beginnt vor Ort | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Am 30. Juli wurde der diesjährige Erdüberlastungstag erreicht – jener Tag, an dem weltweit rechnerisch mehr natürliche Ressourcen verbraucht wurden, als die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann.

Nachhaltigkeit beginnt vor Ort

Seit diesem Zeitpunkt lebt die Menschheit symbolisch von den Reserven unseres Planeten. Während der ökologische Fußabdruck weiter wächst, macht dieser Tag deutlich, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen ist.

Für die Verbandsgemeinde Hachenburg ist der Erdüberlastungstag deshalb mehr als eine symbolische Marke im Kalender. Als Mitglied im „Club der Agenda-2030-Kommunen“ setzt sie sich seit 2023 dafür ein, nachhaltige Entwicklung als festen Bestandteil kommunalen Handelns zu verankern. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bilden dabei den Rahmen, um ökologische, wirtschaftliche und soziale Verantwortung gleichermaßen in den Blick zu nehmen.

„Der Erdüberlastungstag erinnert uns daran, dass nachhaltiges Handeln nicht erst auf internationaler Ebene beginnt. Auch Kommunen können einen wichtigen Beitrag leisten“, erklärt Erster Beigeordneter Marco Dörner. „Unser Ziel ist es, Verantwortung zu übernehmen und Nachhaltigkeit dort voranzubringen, wo sie für die Menschen unmittelbar erlebbar wird – mit konkreten Maßnahmen, zukunftsorientierten Investitionen und gemeinsam mit unseren Ortsgemeinden, Unternehmen sowie den Bürgerinnen und Bürgern.“

Dass Nachhaltigkeit in der Verbandsgemeinde Hachenburg kein abstrakter Begriff ist, zeigt sich an zahlreichen Projekten und Initiativen. So wurde das kommunale Klimaschutzkonzept zu einem Vorreiterkonzept weiterentwickelt, um gemeinsam mit Wirtschaft, Verwaltung und Bevölkerung neue Impulse für den Klimaschutz zu setzen. Auf dem Verwaltungsgebäude erzeugt eine Photovoltaikanlage umweltfreundlichen Strom, Förderprogramme unterstützen Bürgerinnen und Bürger bei Investitionen in erneuerbare Energien und Hitzeschutzmaßnahmen an den Grundschulen tragen dazu bei, den Folgen des Klimawandels aktiv zu begegnen.

Auch im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit wird nachhaltiges Handeln aktiv vermittelt: Das Jugendzentrum der Verbandsgemeinde Hachenburg wurde als „Faires Jugendhaus“ ausgezeichnet. Neben dem Einsatz fair gehandelter Produkte gehören Projekte und Aktionen zu Themen wie nachhaltigem Wirtschaften, sozialer Gerechtigkeit, regionalen Wirtschaftskreisläufen und einem bewussten Umgang mit Ressourcen zum festen Bestandteil der pädagogischen Arbeit.

Darüber hinaus engagiert sich die Verbandsgemeinde als Agenda-2030-Kommune auch entwicklungspolitisch. Seit mittlerweile zehn Jahren besteht eine kommunale Graswurzelpartnerschaft mit dem Distrikt Gisagara im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda. Insbesondere im Rahmen der Klimapartnerschaft konnten dort bereits zahlreiche gemeinsame Projekte erfolgreich umgesetzt werden.

Ergänzt wird dieses Engagement durch Aktionen wie das Stadtradeln, Energieberatungsangebote vor Ort im Rathaus durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sowie zahlreiche Projekte rund um Umwelt-, Natur- und Ressourcenschutz.

Nachhaltigkeitskoordinatorin Melissa Karthe begleitet und vernetzt viele dieser Themen innerhalb der Verbandsgemeindeverwaltung. „Nachhaltigkeit lebt von vielen einzelnen Bausteinen. Ob Klimaschutz, Biodiversität, nachhaltige Mobilität oder ein bewusster Umgang mit Energie und Wasser – jede Maßnahme trägt dazu bei, unsere Verbandsgemeinde langfristig lebenswert zu gestalten. Gleichzeitig möchten wir möglichst viele Menschen dafür gewinnen, diesen Weg mitzugehen und eigene Ideen einzubringen.“

Informationen und Kontakt über Nachhaltigkeitskoordinatorin Melissa Karthe – gerne telefonisch unter 02662 801-531 oder per Mail an m.karthe@hachenburg-vg.de.