Bereits zum wiederholten Mal bot Matthias Schütz, erfahrener Trainer und Inhaber des Sakurayama-Dojo, in Zusammenarbeit mit dem städtischen Familienzentrum Hachenburg einen Selbstbehauptungsworkshop für Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren und ihre Eltern an. 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema Selbstbehauptung auseinanderzusetzen und praktische Tipps für den Alltag mitzunehmen.
Der Workshop war dabei bewusst nicht allein auf Selbstverteidigung ausgerichtet. Im Mittelpunkt stand vielmehr die Frage, wie Kinder und Erwachsene Gefahrensituationen frühzeitig erkennen, persönliche Grenzen wahrnehmen und deutlich machen sowie Konflikten möglichst aus dem Weg gehen können. „Der ganze Workshop war darauf ausgelegt, sich in verschiedenen Situationen selbst zu behaupten, aber vor allem auch für sich selbst achtsam das Umfeld zu beobachten und Signale frühzeitig zu erkennen, damit man nicht in eine körperliche Auseinandersetzung gerät“, erklärt Matthias Schütz.
Zu Beginn wurde spielerisch die Aufmerksamkeit geschult. Beim gegenseitigen Zuwerfen verschiedenfarbiger Reissäckchen mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell reagieren und konzentriert bleiben. Anschließend ging es um Körpersprache und die Wirkung unterschiedlicher Körperhaltungen. Die Kinder und Erwachsenen versuchten, Emotionen anhand der jeweiligen Körperstellung zu erkennen und erfuhren, wie Körpersprache in unterschiedlichen Situationen eingesetzt werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den persönlichen Grenzzonen. Die Teilnehmer lernten, wie sie durch eine selbstbewusste Körperhaltung und den gezielten Einsatz der Stimme ihren persönlichen Raum wahren und klare Grenzen setzen können. Ergänzend wurden verschiedene Handlungsalternativen anhand eines Ampelsystems vermittelt: Der grüne Bereich steht für sichere und entspannte Situationen, Gelb für Vorsicht und erhöhte Aufmerksamkeit und Rot für Situationen, in denen schnelles und entschlossenes Handeln notwendig ist.
Natürlich kamen auch praktische Übungen nicht zu kurz. Die Kinder und Erwachsenen trainierten verschiedene Ausweichbewegungen gegen Angriffe sowie Sprung- und Ausweichübungen. Darüber hinaus wurden einfache Techniken zum Lösen aus Haltegriffen geübt. Dabei wurde deutlich, dass Selbstverteidigung nicht in erster Linie eine Frage körperlicher Stärke ist, sondern vor allem von Aufmerksamkeit, Selbstvertrauen und dem richtigen Verhalten abhängt.
Besonders wertvoll war der direkte Austausch während des Workshops. Zwischen den einzelnen Themenblöcken nahm sich Matthias Schütz Zeit für die Fragen der Kinder und Eltern. Auch konkrete Situationen und Probleme aus dem Schulalltag wurden angesprochen und gemeinsam nach möglichen Lösungen gesucht. Ein wichtiger Aspekt war dabei auch das Einfordern von Hilfe: Wenn eine Situation allein nicht gelöst werden kann, ist es entscheidend, sich Unterstützung zu holen und Erwachsene oder andere Vertrauenspersonen einzubeziehen.
„Es war schön zu sehen, wie sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen im Laufe des Vormittags selbstsicherer wurden und mit einem erweiterten Horizont das Dojo verließen“, berichtete Matthias Schütz erfreut. Unterstützt wurde er von Stella, die ebenfalls tatkräftig zum Gelingen des Workshops beitrug.
Zum Abschluss gab es für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein wohlverdientes Eis sowie eine Urkunde. Neben praktischen Übungen und neuen Erfahrungen nahmen die Kinder und Erwachsenen vor allem eines mit nach Hause: mehr Aufmerksamkeit für das eigene Umfeld, ein besseres Gespür für persönliche Grenzen und mehr Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen.
Das städtische Familienzentrum Hachenburg und das Sakurayama-Dojo freuen sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit und möchten auch künftig gemeinsame Angebote schaffen, die Kinder und Familien in ihrer Selbstbehauptung und ihrem sicheren Handeln stärken.
Weitere Informationen zum Sakurayama-Dojo gibt es unter [www.sakurayama-dojo.de]