Der Skatepark Hachenburg geht in die heiße Planungsphase. Am Mittwoch den 20.05.2026 hatten der Verein skate-aid Westerwald e. V., die Stadt Hachenburg und das beauftragte Büro Maier Landschaftsarchitekten aus Köln zu einem öffentlichen Workshop in den Vogtshof eingeladen. Ziel: den Vorentwurf des künftigen Parks gemeinsam mit den späteren Nutzer:innen schärfen, bevor die finalen Pläne für den Bauantrag erstellt werden.
Pünktlich um 17:00 Uhr eröffnete Marc Herling (skate-aid Westerwald e. V.) den Abend und führte die zahlreich erschienenen Interessierten kurz durch den bisherigen Projektweg – von der Vorarbeit der Architekt:innen bis zum Kontakt zu skate-aid, der über den bekannten Skateboard-Pionier Titus Dittmann zustande gekommen war. Anschließend übernahm Ralf Maier mit seinem Team das Wort und erläuterte die Hintergründe des Vorentwurfs sowie die geplanten Obstacles, also die Hindernisse, an denen die Tricks gefahren werden.
Ortskenntnis trifft Fachplanung
Im Anschluss an die Präsentation standen Kinder, jugendliche und erwachsene Skate-, Roller- und BMX-Fans direkt an den Plänen – und brachten ihre Ortskenntnis ein. Aus dem konstruktiven Austausch sind mehrere konkrete Anpassungen in die Planung übernommen worden:
Street- und Bowl-/Miniramp-Bereich werden getauscht, weil die neue Anordnung besser zum Gelände und zum Fahrfluss passt.
Leerrohre für eine spätere Beleuchtung werden bereits in der Bauphase mitverlegt.
Das öffentliche, barrierefreie WC wird möglichst zentral zwischen Pumptrack und Skatepark angeordnet.
Für die Containerunterkunft sind ein Stromanschluss inklusive eigenem Zähler vorgesehen, um Ferienangebote, Events und die laufende Versorgung zu sichern.
Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurden direkte Zugänge von der Busspur aus der Planung entfernt.
Darüber hinaus wurden zahlreiche kleinere Anpassungen an einzelnen Obstacles besprochen, die sicherstellen sollen, dass der Park für alle Niveaus funktioniert – von den ersten Push-Versuchen über Anfänger:innen bis hin zu Fortgeschrittenen und Profis.
Vom Plan in die Realität
Nach gut einer Stunde Werkstattgespräch ging es mit den Architekt:innen weiter ins Löwenrevier, den Freizeit- und Bewegungspark Hachenburg an der Lohmühle, um die diskutierten Punkte direkt am späteren Standort zu prüfen. Um 19:25 Uhr endete der Workshop.
„Genau diese Mischung aus Fachplanung und Ortskenntnis macht aus einem guten Vorentwurf am Ende einen Park, der wirklich angenommen wird", so Marc Herling von skate-aid Westerwald e. V. „Wir sind dankbar für jede Idee, die heute eingebracht wurde."
In den kommenden Wochen werden auf Basis der Rückmeldungen die finalen Pläne ausgearbeitet und der Bauantrag vorbereitet.