Die Stadt Hachenburg lädt alle Bürgerinnen und Bürger zur Gedenkfeier anlässlich der Reichspogromnacht am
Montag, 9. November, um 17.00 Uhr in den Löwensaal des Vogtshofs, Mittelstraße 2,
ein.
An diesem Tag wollen wir gemeinsam innehalten, erinnern und ein deutliches Zeichen setzen – für Menschlichkeit und Toleranz und gegen das Vergessen.
Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit und des generationsübergreifenden Gedenkens setzen die Schülerinnen und Schüler der Realschule plus sowie der Grundschule Altstadt, die die Veranstaltung mit eigenen Beiträgen aktiv mitgestalten.
Im Rahmen der Gedenkfeier wird Bruno Struif das neu erschienene Buch der GeschichtsWerkstatt Hachenburg mit dem Titel „Familie Max Weinberg Hachenburg“ in einem Impulsvortrag vorstellen.
Das Buch zeichnet den Lebensweg der neunköpfigen Familie Weinberg während der Zeit des Nationalsozialismus nach. Einige Familienmitglieder konnten in die USA und nach Kolumbien fliehen, andere überlebten die Konzentrationslager. Andere wurden jedoch auch Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung und ermordet. Damit gibt das Buch Einblick in das Schicksal einer Familie, deren Leben durch die nationalsozialistische Gewaltherrschaft unwiderruflich geprägt wurde.
Zum Abschluss wird Stadtbürgermeister Stefan Leukel gemeinsam mit den Anwesenden am Gedenkstein vor dem Seniorentreff einen Kranz niederlegen – in stillem Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors.
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen ist es unsere gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung wachzuhalten und deutlich zu machen, dass sich solche Verbrechen niemals wiederholen dürfen.