Die Sitzgruppen und überdachten Bänke, die vom städtischen Forst in Eigenleistung errichtet wurden, werden von vielen Bürgerinnen und Bürgern gerne als Treffpunkt und Rastplatz genutzt. Darüber freuen wir uns sehr. Umso bedauerlicher ist jedoch, dass wir dort in letzter Zeit immer häufiger große Mengen an achtlos zurückgelassenem Müll vorfinden.
Besonders an den Sitzgruppen im Bereich der Langen Schneise sowie an weiteren Stellen im Wald häufen sich die Hinterlassenschaften offensichtlich größerer Feiern. Neben zahlreichen leeren Bierflaschen, Papptellern und sonstigem Verpackungsmüll werden regelmäßig auch Essensreste, Lebensmittelverpackungen mit Inhalt, Grillgut sowie benutzte Einweggrills zurückgelassen.
Diese Abfälle beeinträchtigen nicht nur das Landschaftsbild, sondern stellen auch eine erhebliche Belastung für Natur und Tierwelt dar. Essensreste locken Wildtiere an, Verpackungen und anderer Müll können Tiere gefährden. Zurückgelassene Einweggrills und Glasflaschen bergen zudem ein erhebliches Brandrisiko.
Unabhängig davon möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Grillen im Wald grundsätzlich nicht gestattet ist. Gerade in der aktuellen trockenen Jahreszeit mit einer erhöhten Waldbrandgefahr kann bereits eine kleine Unachtsamkeit schwerwiegende Folgen für den Wald, seine Tierwelt und die Einsatzkräfte haben. Wir bitten daher eindringlich, das Grillverbot zu beachten und auf offizielle Grillplätze außerhalb des Waldes auszuweichen.
Hinzu kommt der erhebliche Aufwand, den diese Verschmutzungen verursachen. Die Müllberge müssen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des städtischen Forsts oder Bauhofs eingesammelt und entsorgt werden. Dies bindet Zeit und verursacht Kosten, die letztlich von der Allgemeinheit getragen werden.
Bewusst verzichten wir darauf, im Wald zusätzliche Mülleimer aufzustellen. Diese müssten regelmäßig geleert, gereinigt und instand gehalten werden. Gerade an abgelegenen Standorten im Wald wäre dies mit einem unverhältnismäßig hohen personellen und organisatorischen Aufwand verbunden.
Unser Appell ist daher ganz einfach: Was in den Wald mitgebracht wird, kann auch wieder mit nach Hause genommen werden. Wer Getränke oder Speisen in den Wald trägt, kann die entstandenen Abfälle auch wieder mitnehmen und ordnungsgemäß entsorgen.
Wir bitten alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, ihren Beitrag zu einem sauberen und lebenswerten Wald zu leisten. Rücksicht auf Natur, Tiere und andere Erholungssuchende sollte für alle selbstverständlich sein.
Sollte sich die Situation in den kommenden Wochen nicht deutlich verbessern, werden wir prüfen, welche weiteren Maßnahmen und gegebenenfalls auch ordnungsrechtlichen Konsequenzen erforderlich sind, um den Wald dauerhaft vor Vermüllung zu schützen.