Burggräfin Sophie Amalie als Überraschungsgast beim Dinner in White | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Burggräfin Sophie Amalie als Überraschungsgast beim Dinner in White

Dinner in White im Burggarten begeistert erneut mit besonderer Atmosphäre und einem Ausflug ins 18. Jahrhundert

Beim dritten Dinner in White im Hachenburger Burggarten hat auch in diesem Jahr wieder alles gepasst: die Gäste, die Stimmung und vor allem das Wetter. Bei strahlender Atmosphäre verwandelte sich der historische Burggarten erneut in einen ganz besonderen Ort für einen sommerlichen Abend.

Das Dinner in White ist ein Kulturangebot der besonderen Art – und lebt vor allem von den Menschen, die es selbst gestalten. Wie es das Konzept vorsieht, erschienen die Gäste ganz in Weiß, viele Damen mit auffälligen Hüten. An den festlich weiß gedeckten Tischen wurden die mitgebrachten Köstlichkeiten ausgepackt und in geselliger Runde genossen.

Gerade diese Unkonventionalität macht den besonderen Charme des Abends aus: Nach der Anmeldung bringt jeder seinen eigenen Picknickkorb mit – ganz nach persönlichem Geschmack. So entsteht aus vielen kleinen Beiträgen ein gemeinsames Fest.

„Es war wieder ein herrlicher Anblick: dieser weiße Mittelpunkt inmitten der grünen Wiesen und des alten Baumbestands unseres Burggartens“, heißt es aus dem Kreis der Veranstalter. Dass das Konzept gut ankommt, zeigt sich auch daran, dass bereits die ersten Anmeldungen für das kommende Jahr eingegangen sind. Viele Gäste möchten auch dann wieder dabei sein.

Für eine ganz besondere Überraschung sorgte in diesem Jahr Burggräfin Sophie Amalie. Plötzlich tauchte die historische Hausherrin im Burggarten auf und wurde von Graf Wilhelm, dargestellt von Ingo Bothe, mit einem herzlichen Handkuss begrüßt. In ihrer kurzen Ansprache wandte sie sich an „ihre“ Bürgerinnen und Bürger aus Hachenburg und nahm das Publikum mit auf eine kleine Zeitreise ins 18. Jahrhundert.

Mit viel historischem Augenzwinkern erklärte die Burggräfin, dass sie ihren Bürgern erlaube, sich in „ihrem“ Burggarten zu treffen, zu schmausen und zu zechen – obwohl dieser zu ihrer Zeit eigentlich der adligen Familie vorbehalten gewesen sei. Von hier aus könnten die Hachenburger zudem durch die Bäume das schöne Schloss bewundern.

Auch zur Geschichte des Schlosses wusste Sophie Amalie einiges zu berichten. Ihr Ehemann, Burggraf Georg Friedrich von Hachenburg-Sayn-Wittgenstein, habe die mittelalterliche Burg in zwei großen Bauabschnitten zum heutigen Barockschloss umgestalten lassen. Die Initialen des Ehepaares erinnern noch heute am schmiedeeisernen Barocktor im Schlosshof an die beiden.

Mit viel Charme und einer guten Portion Humor erzählte die Burggräfin außerdem aus ihrem Familienleben und von ihren elf Kindern. Am Ende stellte sie jedoch fest, dass es sich für eine verwitwete Gräfin ohne Begleitung nicht ziemen würde, sich einfach zu den Hachenburgern an den Tisch zu setzen. Mit den Worten „Gott mit Euch allen“ verabschiedete sie sich wieder – und ließ ein sichtlich begeistertes Publikum zurück.

Verkörpert wurde Burggräfin Sophie Amalie von Christel Krischkofski, die mit ihrem Auftritt für einen der besonderen Momente des Abends sorgte. So wurden die Gäste für einen Augenblick ins 18. Jahrhundert versetzt und konnten Geschichte dort erleben, wo sie tatsächlich stattgefunden hat.

Das Dinner in White zeigte einmal mehr, was Hachenburg ausmacht: historische Kulisse, lebendige Kultur und Menschen, die ihre Stadt mitgestalten. Oder, wie es ein Gast treffend zusammenfasste: Hachenburg hat was – und wir alle das Bewusstsein, gerne in dieser geschichtsträchtigen Stadt zu leben.